Im vierten Jahrhundert vor Christus berichtet der Grieche Herodot erstmalig vom Volksstamm der Aggrippäer, die das Kaltauspressen von Äpfeln betrieben. In Deutschland bemühte sich erst Karl der Große im achten Jahrhundert um die sachgemäße Herstellung von Apfelwein.

Nach Frankfurt kam der Apfelwein erst im 15. Jahrhundert. Aufgrund schlechter klimatischer Bedingungen, Rebkrankheiten und Schädlingsbefall verbot im Jahr 1501 der Rat der Stadt Frankfurt die Neuanlage von Weinbergen.

Der Wein musste von außerhalb bezogen werden und wurde zu teuer. So kelterten zuerst die Gärtner, Küfer und Schiffer Apfelwein für den Eigenbedarf, später erfolgte der Ausschank an Fremde meist in ihren umgebauten Wohnstuben.

Signalisiert wurde damals der Apfelweinausschank der unauffälligen Wirtschaften durch das Heraushängen eines Fichtekranzes mit einem Apfel in der Mitte - ein Zeichen, das im Jahr 1641 sogar staatlich verordnet wurde.